quirion vs. OSKAR: Welcher Robo-Advisor passt zu dir?

quirion vs. OSKAR

Stand der Konditionen: Oktober 2026. Beide Anbieter passen Preise und Aktionen regelmäßig an – bitte vor der Depoteröffnung auf der Website von quirion bzw. OSKAR prüfen.

Der Autopilot für deinen Sparplan

quirion vs. OSKAR – zwei Robo-Advisor, die gerade bei Sparern über 50 beliebt sind. Aber welcher passt wirklich zu dir?

Du willst einen ETF-Sparplan, aber keine Lust, dich selbst um ETF-Auswahl, Aufteilung und Umschichten zu kümmern? Dann ist ein Robo-Advisor vielleicht genau das Richtige. Du beantwortest ein paar Fragen, legst eine Sparrate fest – und der Rest läuft automatisch.

Zwei bekannte Anbieter in Deutschland sind quirion und OSKAR. Beide investieren in breit gestreute ETF-Portfolios, beide starten ab 25 Euro im Monat. In den Details unterscheiden sie sich aber deutlich – vor allem bei den Kosten.

💡 Was ist ein Robo-Advisor? Ein Robo-Advisor ist eine digitale Vermögensverwaltung. Er stellt anhand deiner Antworten ein ETF-Portfolio zusammen, investiert deine Sparrate automatisch und schichtet regelmäßig um, damit die Aufteilung zu deinem Risiko passt. Dafür zahlst du eine jährliche Gebühr.
💡 Die Kurzfassung: quirion ist deutlich günstiger und punktet mit einer eigenen Bank im Hintergrund. OSKAR ist teurer, richtet sich aber besonders an Familien – mit Kinderdepots und der Möglichkeit, dass Großeltern einfach mitsparen.

quirion vs. OSKAR: Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

quirion (Digital) OSKAR (klassik)
Servicegebühr p.a. 0,48 % 1,00 % unter 10.000 €
0,80 % ab 10.000 €
0,70 % ab 50.000 €
ETF-Kosten p.a. ca. 0,17–0,23 % ca. 0,14 %
Sparplan ab 25 € ab 25 €
Depot- und Ordergebühren in der Gebühr enthalten in der Gebühr enthalten
Wer steckt dahinter? Quirin Privatbank (eigene Banklizenz) Oskar.de GmbH, Verwaltung durch Scalable Capital, Depot bei der Baader Bank
Besonderheit Premium-Paket mit persönlicher Beratung (0,84 % p.a.) Familienfokus, Kinderdepots

Alle Angaben ohne Gewähr. Neukunden-Aktionen (z. B. gebührenfreie Startphasen) ändern sich häufig und sind hier nicht dauerhaft eingerechnet.

Was kostet das konkret?

Prozentzahlen sind schwer greifbar. Hier siehst Du im Kostenvergleich quirion vs. OSKAR, wie viel du ungefähr pro Jahr zahlst – Servicegebühr plus ETF-Kosten:

Depotwert quirion (Digital) OSKAR (klassik)
5.000 € ca. 35 € pro Jahr ca. 57 € pro Jahr
10.000 € ca. 70 € pro Jahr ca. 94 € pro Jahr
50.000 € ca. 350 € pro Jahr ca. 420 € pro Jahr

Vereinfachte Rechnung mit den aktuellen Gebührensätzen, ohne Neukunden-Aktionen und ohne Spreads. Die tatsächlichen Kosten können leicht abweichen.

Der Unterschied wirkt auf den ersten Blick klein. Über 20 oder 30 Jahre summiert er sich aber – denn jeder gesparte Euro bleibt im Depot und wächst mit.

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Wo die Unterschiede liegen

Unterschied 1

Die Kosten

Hier ist der Unterschied am deutlichsten. quirion verlangt im Digital-Paket 0,48 % pro Jahr – unabhängig von der Depotgröße. Bei OSKAR zahlst du am Anfang 1 %, ab 10.000 € dann 0,8 % und ab 50.000 € 0,7 %.

Gerade am Anfang, wenn das Depot noch klein ist, ist OSKAR also rund doppelt so teuer. Mit wachsendem Vermögen wird der Abstand kleiner, bleibt aber bestehen.

Unterschied 2

Sicherheit und Struktur

Bei quirion ist alles unter einem Dach: Hinter dem Robo-Advisor steht die Quirin Privatbank, eine Bank mit eigener Banklizenz.

Bei OSKAR arbeiten drei Partner zusammen: Die Oskar.de GmbH betreibt App und Website, Scalable Capital verwaltet das Vermögen, und die Baader Bank führt die Depots.

💡 Gut zu wissen: Bei beiden Anbietern gehören die ETF-Anteile dir. Sie sind Sondervermögen und bleiben auch im unwahrscheinlichen Fall einer Pleite des Anbieters geschützt.
Unterschied 3

Für wen der Anbieter gemacht ist

OSKAR hat sich klar auf Familien ausgerichtet. Kinderdepots lassen sich einfach eröffnen, und Verwandte wie Großeltern können unkompliziert mitsparen. Wer vor allem für die Kinder oder Enkel vorsorgen will, findet hier ein durchdachtes Angebot.

quirion ist breiter aufgestellt: Neben dem günstigen Digital-Paket gibt es ein Premium-Paket mit persönlicher Beratung – interessant für alle, die bei Fragen lieber einen Menschen am Telefon haben.

Ehrlich gesagt: Robo-Advisor oder selbst machen?

Ein Robo-Advisor ist bequem – aber Bequemlichkeit kostet. Ein selbst eingerichteter ETF-Sparplan bei einem Neobroker kostet dich meist keine Sparplan-Gebühr, nur die laufenden Kosten des ETFs (oft rund 0,2 % pro Jahr). Ein Robo-Advisor kostet zusätzlich seine Servicegebühr.

⚠️ Wichtig: Der Robo-Advisor lohnt sich vor allem dann, wenn du sonst gar nicht anfangen würdest – oder wenn du weißt, dass du bei fallenden Kursen nervös wirst und lieber nicht selbst eingreifen willst. Wer sich zutraut, einen einzigen Welt-ETF einmal auszuwählen, spart mit dem DIY-Weg über die Jahre spürbar Geld.

Wie der DIY-Weg funktioniert, zeigen wir dir im Artikel ETF-Sparplan starten. Und welcher Neobroker dafür passt, erfährst du im Vergleich Scalable Capital vs. Trade Republic.

Welcher Robo-Advisor passt zu dir?

✅ quirion passt eher zu dir, wenn du …
  • möglichst wenig Gebühren zahlen willst
  • Wert auf eine Bank im Hintergrund legst
  • dir die Option auf persönliche Beratung offenhalten möchtest
✅ OSKAR passt eher zu dir, wenn du …
  • vor allem für Kinder oder Enkel sparen willst
  • möchtest, dass die Familie einfach mit einzahlen kann
  • für dieses Familienpaket bereit bist, etwas mehr zu zahlen

Fazit: Günstig oder familienfreundlich

Mein Fazit zu quirion vs. OSKAR: Für die eigene Altersvorsorge ist quirion durch die deutlich niedrigere Gebühr die wirtschaftlichere Wahl. OSKAR spielt seine Stärken aus, wenn es um das Sparen für die ganze Familie geht.

Und falls du noch gar nicht weißt, wie viel du monatlich sparen solltest: Mit unserem Artikel Rentenlücke berechnen hast du in 15 Minuten deine persönliche Zahl.

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Häufige Fragen

Kann ich bei einem Robo-Advisor jederzeit an mein Geld?

Ja. Du kannst Sparpläne pausieren oder ändern und dir Geld auszahlen lassen. Bedenke aber: Wer in einer Börsenflaute verkauft, realisiert womöglich Verluste.

Gibt es eine Mindestlaufzeit?

Bei beiden Anbietern gibt es keine langen Vertragsbindungen. Details zu Kündigung und Auszahlung findest du in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Kann ich vom Robo-Advisor später auf DIY wechseln?

Ja, das geht. Plane aber ein, dass beim Verkauf der Anteile Steuern auf Gewinne anfallen können. Wer schon früh weiß, dass er es selbst machen will, startet am besten direkt mit dem DIY-Weg.

🔍 Transparenzhinweis: Dieser Artikel enthält derzeit keine Affiliate-Links. Wir erhalten von den genannten Anbietern keine Vergütung für diesen Vergleich.

Rechtlicher Hinweis: Alle Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Finanzbildung. Sie stellen keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Alle Angaben ohne Gewähr, Konditionen können sich jederzeit ändern. Kapitalanlagen sind risikobehaftet und können zu Verlusten führen.

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Renten-Retter Redaktion

Finanzbildung für alle, die ihre Rentenlücke verstehen und mit einem ETF-Sparplan schließen wollen – ohne Bankberater und ohne Fachchinesisch.

⚠️ Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden. Dieser Artikel kann Affiliate-Links enthalten – diese sind stets transparent gekennzeichnet.